Bevor du dich für ein Modell entscheidest, steht eine grundsätzliche Frage: Filament oder Harz? Beide Verfahren haben ihren Platz, aber für unterschiedliche Teile.
So funktioniert FDM
Ein FDM-Drucker schmilzt Kunststoffdraht in einer heißen Düse und legt ihn Linie für Linie ab. Schicht für Schicht entsteht das Teil. Das ist sauber, riecht bei PLA kaum und die Teile sind direkt nach dem Druck fertig.
Gut für: Ersatzteile, Halterungen, Gehäuse, Deko, große Teile, funktionale Teile aus PETG, ABS oder Nylon.
So funktioniert Resin
Ein Resin-Drucker belichtet flüssiges Harz durch einen LCD-Bildschirm. Jede Schicht härtet auf einmal aus. Danach musst du das Teil waschen und unter UV-Licht nachhärten.
Gut für: Miniaturen, Figuren, Schmuck, Zahnmodelle, alles mit feinen Details.
Der Vergleich
- Detail: Resin ist klar feiner. Schichten von 0,05 mm und Pixel unter 20 µm. FDM schafft meist 0,1 bis 0,2 mm Schichthöhe.
- Aufwand: FDM-Teile sind nach dem Druck fertig. Resin-Teile musst du waschen, aushärten und von Stützen befreien.
- Sicherheit: Flüssiges Harz reizt die Haut und braucht Handschuhe und Lüftung. PLA ist unproblematisch.
- Größe: FDM-Drucker haben meist deutlich mehr Bauraum fürs Geld.
- Kosten: Ein Kilo PLA kostet 15 bis 25 Euro, ein Kilo Harz 20 bis 40 Euro. Dazu kommen bei Resin Isopropanol, Handschuhe und eine Aushärtestation.
- Festigkeit: FDM-Teile aus PETG oder ASA halten mehr aus. Standardharz ist eher spröde.
Unsere Empfehlung
Fang mit FDM an, wenn du nicht genau weißt, was du drucken willst. Ein Drucker wie der Bambu Lab A1 deckt die meisten Anwendungen ab.
Nimm Resin, wenn du vor allem Miniaturen oder Figuren drucken willst und einen Raum mit Lüftung hast. Für den Einstieg reichen kleine Modelle wie der Anycubic Photon Mono 4 oder der Elegoo Mars 5 Ultra. Mehr im Resin-Drucker Vergleich.


